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Innere Medizin

Erkrankungen der inneren Organe

Die Innere Medizin der Kleintiere ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Diagnostik, Behandlung sowie Nachsorge von Erkrankungen der inneren Organe befasst.

Viele Erkrankungen der inneren Organe laufen „versteckt“ ab und lediglich die Leitsymptome sind für die Besitzer ersichtlich. Daher sind eine gründliche Erfassung der Anamnese und die klinische Untersuchung besonders wichtig für die weitere diagnostische Aufarbeitung. Dabei setzen wir folgende Schwerpunkte:

  • Verdauungsorgane, Leber, Bauchspeicheldrüse
  • Atmungsapparat
  • Nieren und Harnleiter
  • Hormonelle Erkrankungen
  • Blutsystem
  • Infektionserkrankungen

Verdauungsorgane, Leber, Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen der Verdauungsorgane, Leber und Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen dieses Teilgebietes gehören zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Inneren Medizin und können in jedem Alter auftreten.

Häufige Symptome sind:

  • Erbrechen
  • Regurgitieren (passiver Auswurf von Nahrung aus der Speiseröhre)
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Gewichtsverlust

Bei akuten und unkomplizierten Verläufen kann eine symptomatische Therapie ausreichend sein. Im Fall eines schweren Verlaufs kann aber auch eine stationäre Unterbringung mit gründlicher Überwachung notwendig werden.

Bei chronischen Problemen, wie lang anhaltendem Erbrechen oder chronischem Durchfall, ist in der Regel umfangreichere Diagnostik notwendig.


Diagnostische Maßnahmen:

  • Laboruntersuchungen (kliniksintern oder durch Fremdlabore)
  • Röntgen (nativ und Kontrastmittelpassagen)
  • Sonographie des Abdomens
  • Endoskopie: Ösophagoskopie, Gastroduodenoskopie, Koloskopie


Was bei einer Terminvereinbarung zu beachten ist:

  • Senden Sie uns eventuelle Vorbefunde von überweisenden Kollegen vorab per E-Mail.
  • Bringen Sie Kotsammelproben der letzten drei Tage mit.
  • Der Patient sollte für weitere Diagnostik nüchtern vorgestellt werden (das bedeutet, das Tier sollte 12 Stunden vor dem Termin nicht gefüttert werden; Ausnahmen: Welpen, Patienten mit bekanntem Diabetes Mellitus). Wasser sollte immer zur Verfügung stehen.

 

Atmungsapparat

Erkrankungen des Atmungsapparates

Erkrankungen des Atmungsapparates sind sehr vielfältig und betreffen neben der Lunge auch die oberen Atemwege.

Häufige Leitsymptome sind:

  • Niesen
  • Nasenausfluss
  • Husten
  • Tachypnoe (schnelle Atmung)
  • Dyspnoe (Atemnot)

Bei Patienten mit milden Symptomen erfolgt eine schrittweise ambulante Aufarbeitung. Patienten mit Atemnot befinden sich dagegen in einem potenziell lebensbedrohlichen Zustand und müssen meistens zur Stabilisierung stationär aufgenommen werden. Hierfür steht uns eine speziell für die Bedürfnisse von Hunden und Katzen entwickelte Sauerstoffbox zu Verfügung.


Diagnostische Maßnahmen:

  • Laborunteruntersuchungen (klinikintern ist auch eine Blutgasanalyse möglich)
  • Röntgen des Thorax
  • Sonographie des Thorax
  • Echokardiographie
  • Computertomographie
  • Endoskopie (Rhinoskopie, Laryngoskopie, Bronchoskopie)

Zur Diagnosestellung sind häufig Blut- und Röntgenuntersuchungen nötig. Auch eine Kotuntersuchung (Sammelprobe über 3 Tage) kann zur Diagnose von Lungenwürmern sinnvoll sein.

Welche Untersuchungen zielführend sind, werden wir gemeinsam mit Ihnen nach Erhebung eines ausführlichen Vorberichtes und anschließender Untersuchung und Beratung entscheiden.

 

Nieren und Harnleiter

Erkrankungen der Nieren und der harnableitenden Wege (Nephrologie und Urologie)

Die Nephrologie und Urologie befassen sich mit Krankheiten der Nieren und der harnableitenden Wege.

Häufige Leitsymptome sind:

  • Vermehrte Wasseraufnahme, vermehrter Urinabsatz (Polydipsie, Polyurie)
  • Harnabsatzbeschwerden (Dysurie, Pollakisurie, Strangurie etc.)
  • Hämaturie oder andere Farbveränderungen

Neben Blut- und Urinuntersuchungen sind oft ergänzend eine bildgebende Diagnostik (Röntgen oder Sonographie des Abdomens) und eine Blutdruckmessung notwendig.

Auch weiterführende diagnostische Möglichkeiten, wie das Ausscheidungs-CT und Zystoskopie (Endoskopie des unteren Harntraktes bei der Hündin) stehen, wenn nötig, zu Verfügung.


Was Sie bei einer Terminvereinbarung beachten müssen:

  • Bringen Sie Morgenurin vom gleichen Tag mit.
  • Patienten müssen nüchtern vorgestellt werden.

Hormonelle Erkrankungen

Hormonelle Erkrankungen (Endokrinologie)

Hormone sind ein wesentlicher Bestandteil von vielen Körperfunktionen und regeln zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Wichtige hormonbildende Organe sind neben dem Gehirn auch die Schilddrüse, Nebenschilddrüsen, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse und die Geschlechtsorgane. Erkrankungen der hormonellen Drüsen werden als Endokrinopathien bezeichnet und können in jedem Alter auftreten.

Da sich hormonelle Erkrankungen häufig durch subtile Symptome äußern, ist ein gründlicher Vorbericht sehr wichtig. Anhand der gezeigten Symptome werden wir Sie über weitere sinnvolle Schritte beraten. In der Regel beinhaltet die weitere Aufarbeitung eine umfassende Laboruntersuchung inkl. Messung von Hormonen sowie eine weiterführende bildgebende Diagnostik (Sonographie, Computertomographie).

Blutsystem

Erkrankungen des Blutsystems (Hämatologie)

Unter hämatologischen Erkrankungen versteht man Knochenmarksveränderungen, Gerinnungsstörungen sowie Veränderungen der roten (Erythrozyten) und weißen (Leukozyten) Blutzellen.

Ursachen, Symptome und damit auch therapeutische Möglichkeiten sind vielfältig. Daher ist eine fundierte Diagnose besonders wichtig. Einer der ersten Schritte ist meist die mikroskopische Beurteilung eines Blutausstriches sowie die Untersuchung weiterer Blutparameter. Häufig schließt sich die Suche nach Infektionskrankheiten wie Blutparasiten an. Bei einigen Patienten ist die Gewinnung von Knochenmark notwendig. Hierfür wird in Narkose das Knochenmark eines großen Knochens, meistens des Oberarmknochens, bioptiert und anschließend untersucht.

Die Therapie richtet sich nach der Diagnose und umfasst neben Antibiotika, Antiparasitika und Immunsuppressiva auch die Gabe von Blutprodukten. Patienten mit einer ausgeprägten Blutarmut (Anämie) benötigen zur Stabilisation eine Bluttransfusion. Zu diesem Zweck führen wir eine Blutspenderkartei für Hunde und Katzen, sodass wir im Notfall schnell helfen können.

 

Infektionserkrankungen

Infektionserkrankungen

Infektionserkrankungen können verschiedene Organsysteme betreffen, sogar wenn regelmäßige Impfungen und Prophylaxemaßnahmen vorgenommen wurden. Viele Erkrankungen können, ohne eine zeitnahe Behandlung, zu einem schweren Verlauf führen und eine stationäre Betreuung notwendig machen. Bei hochkontagiösen Erkrankungen wie beispielsweise der Parvovirose, steht hierfür eine Isolierstation zur Verfügung. 

Nicht nur im südlichen Ausland kommen vektorübertragene Krankheiten wie Leishmaniose oder Ehrlichiose vor. Auch in Deutschland nimmt die Zahl dieser von Zecken übertragenen Krankheiten zu. Die Leitsymptome können hierbei zunächst unspezifisch sein und sich in Form von Fieber, Abgeschlagenheit oder Leistungsminderung zeigen. Eine umfassende Diagnostik ist hier notwendig, um gezielt und schnell mit der Therapie beginnen zu können.

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