Überwachung der Intensivpatienten

Überwachung der Intensivpatienten

Voraussetzung einer ausreichenden Überwachung ist in jedem Fall die persönliche Beobachtung durch das Personal.

Zur Beurteilung der Bewußtseinslage fehlen heute noch in aller Regel technische Hilfsmittel, so daß das Monitoring anhand aus der Humanmedizin übernommener Schemata erfolgt  (Glasgow Coma Scale). Ähnlich werden auch andere Skalen aus der Humanmedizin zur Beurteilung von Schmerzen eingesetzt. 

Bei den Datenmeßverfahren unterscheidet man zwischen nichtinvasiven und invasiven Methoden. Zur invasiven Überwachung eines Parameters muß die Körperoberfläche durchdrungen werden, zum Beispiel in Form von Kathetern, die in die großen Venen des Körpers eingeführt werden. Dieses Vorgehen beinhaltet immer ein gewisses Risiko, sei es durch Infektion oder Auslösung von Blutungen. Grundlegende nichtinvasive Überwachungsmethoden befassen sich mit der Überwachung des Herz-Kreislauf- und Atmungssystems. Da es sich bei der Ableitung des EKG, der Überwachung des Blutdruckes, der Körpertemperatur und der Sauerstoffsättigung des Blutes um nichtinvasive Methoden handelt, gibt es kaum Patienten auf einer Intensivstation, bei denen diese Messungen nicht vorgenommen werden.

Zu den invasiven, meist umfassenderen, aber auch komplikationsträchtigeren Verfahren, gehören die Messung des zentralen Venendruckes und die Messung der arteriellen Blutgase.